Was spricht wirtschaftlich für Ihre Entscheidung – und was dagegen?
Bei wichtigen Investitionen und unternehmerischen Weichenstellungen prüfe ich, welche Annahmen Ihre Planung tragen, wie mögliche Alternativen wirtschaftlich abschneiden und welche Folgen abweichende Entwicklungen hätten.
Das Ergebnis ist eine schriftliche Entscheidungsgrundlage mit meiner wirtschaftlichen Einordnung, die wir anschließend persönlich besprechen.
Für Inhaber und Geschäftsführer inhabergeführter Unternehmen mit etwa 20 bis 150 Mitarbeitenden, besonders in Industrie, Maschinenbau und Logistik.
Kostenloses Erstgespräch vereinbarenWann sich eine Entscheidungsprüfung anbietet
Eine Entscheidungsprüfung passt, wenn eine konkrete, wirtschaftlich bedeutende Entscheidung ansteht und Sie vor der Freigabe eine unabhängige, schriftlich dokumentierte Grundlage wünschen. Typische Fragestellungen sind:
Maschineninvestition
Rechnet sich die neue Anlage auch dann, wenn sie weniger ausgelastet ist als geplant?
Kaufen oder leasen
Was ist über die ganze Nutzungsdauer günstiger, und was bindet weniger Kapital?
Selbst machen oder zukaufen
Ab welcher Menge lohnt sich der Aufbau eigener Kapazitäten?
Bauen oder mieten
Welche Kosten, Bindungen und Risiken stecken über die Jahre in beiden Wegen?
Kapazität und Auslastung
Wie viel Kapazität brauchen wir, und was, wenn die Nachfrage zurückbleibt?
Kosten- und Beschaffungsstrukturen
Welche Struktur trägt über die Jahre, auch wenn sich Mengen und Preise ändern?
Passt Ihre Entscheidung in keine dieser Kategorien, ist aber wirtschaftlich bedeutend, sprechen wir im Erstgespräch darüber.
Was ich prüfe
Das Ergebnis einer Rechnung ist nur so belastbar wie ihre Annahmen. Deshalb prüfe ich vier Dinge.
Annahmen
Welche Zahlen sind belegt, welche nur geschätzt, und welche Annahmen tragen das Ergebnis am stärksten? Ich trenne Fakten von Erwartungen und mache sichtbar, worauf die Planung beruht.
Alternativen
Welche Handlungsoptionen gibt es, einschließlich Abwarten und anderer Wege zum selben Ziel? Ich bringe sie auf eine vergleichbare wirtschaftliche Basis.
Auswirkungen
Was bedeutet jede Option wirtschaftlich für Ihr Unternehmen? Je nach Fragestellung und vereinbartem Umfang betrachte ich dabei Ergebnis und Kosten, aber auch Liquidität und Kapitalbindung über die kommenden Jahre.
Unsicherheiten
Wie verändert sich das Ergebnis, wenn Menge, Preise oder Kosten anders ausfallen als geplant, und ab wann kippt die Entscheidung? Ich zeige die Schwellenwerte und die Risiken, die bleiben.
Wie ich wirtschaftliche Entscheidungen hinterfrage
Anhand einer fiktiven Maschineninvestition zeige ich, warum eine sorgfältige Berechnung allein noch keine vollständige Entscheidungsgrundlage sein muss – und wie eine andere Fragestellung zusätzliche Handlungsoptionen eröffnen kann.
Eine schriftliche Entscheidungsgrundlage
Am Ende steht ein schriftliches Dokument, das sich auch intern nachvollziehen und weitergeben lässt. Es enthält:
- 01die Entscheidungsfrage und die Kriterien, nach denen Sie entscheiden
- 02die verglichenen Handlungsoptionen
- 03die Datenbasis mit sauber getrennten Fakten und Annahmen
- 04nachvollziehbare Berechnungen und die wirtschaftlichen Auswirkungen unterschiedlicher Entwicklungen
- 05die wesentlichen Risiken, Unsicherheiten und offenen Fragen
- 06eine begründete wirtschaftliche Einordnung
Die Ergebnisse besprechen wir anschließend persönlich, damit offene Punkte geklärt sind, bevor Sie entscheiden. Umfang und Tiefe legen wir vor Beginn gemeinsam fest.
Eine Anlage anschaffen oder extern fertigen lassen?
So sieht die Arbeit an einer konkreten Frage aus. Vereinfachter, fiktiver Musterfall. Alle Werte dienen ausschließlich der Veranschaulichung und beruhen nicht auf einem Kundenprojekt.
Ausgangslage
Ein Maschinenbauunternehmen will für 1,2 Mio. € eine neue Anlage anschaffen. Die Investition wurde intern sorgfältig vorbereitet: Bei einer Auslastung von 80 % zeigt die Planung ein Jahresergebnis von +120.000 €. Der Vertrieb ist zuversichtlich, der kaufmännische Bereich sieht das Risiko, und beide haben gerechnet.
Die entscheidende Frage
Ist die Investition auch dann noch vertretbar, wenn die Planung nicht vollständig aufgeht?
Worauf das Ergebnis beruht
Jede dieser vier Annahmen kann anders ausfallen. Die Tabelle zeigt, wie sich das Jahresergebnis der eigenen Anlage verändert, wenn jeweils nur diese eine Annahme abweicht und alle anderen wie geplant eintreten.
| Annahme | Plan | Abweichung (einzeln) | Jahresergebnis der Anlage |
|---|---|---|---|
| Auslastung | 80 % | 70 % | +60.000 € |
| Deckungsbeitrag | 40 € | 36 € | +72.000 € |
| Fixkosten | 120.000 € | 150.000 € | +90.000 € |
| Anlauf im 1. Jahr | 80 % | 60 % | 0 € |
Gibt es eine Alternative?
Eine Alternative wäre, die Fertigung extern zu vergeben. Das erfordert keine Investition, bringt aber einen geringeren Deckungsbeitrag je Einheit. Vereinfachend nimmt das fiktive Modell an, dass bei der externen Fertigung keine zusätzlichen Fixkosten entstehen. Das Diagramm zeigt beide Wege in Abhängigkeit von der Auslastung. Bei 80 % sind sie gleich (+120.000 €). Bei nur 45 % läge die Anlage bei −90.000 €, die externe Fertigung bei +67.500 €.
Was die Prüfung zeigt
Unter den getroffenen Annahmen sind die eigene Anlage und die externe Fertigung bei 12.000 Einheiten pro Jahr (80 % Auslastung) im vereinfachten jährlichen Ergebnisvergleich gleichauf. Erst oberhalb dieser Menge liegt die Anlage vorn, darunter die externe Fertigung.
Die geplante Auslastung von 80 % liegt genau auf dieser Schwelle. Die eigene Anlage erzielt damit bei der geplanten Auslastung im vereinfachten jährlichen Ergebnisvergleich keinen Vorteil gegenüber der externen Fertigung, obwohl eine Investition von 1,2 Mio. € vorgesehen ist.
Entscheidend ist deshalb, wie belastbar die geplante Absatzmenge ist. Vor einer Investition sollten vor allem die erwartete Nachfrage und die tatsächlichen Kosten der externen Fertigung überprüft werden. Die angenommenen 10 € Deckungsbeitrag je Einheit müssten dafür durch ein echtes Angebot ersetzt werden.
Eine abschließende Investitionsentscheidung lässt sich aus dieser vereinfachten Rechnung allein nicht ableiten.
Rechnung und Grenzen ansehen
- Stückzahl u
- Einheiten pro Jahr. Auslastung = u ÷ 15.000 (volle Kapazität)
- Anlage
- Investition 1,2 Mio. €, jährliche Abschreibung über 5 Jahre: 240.000 €
- Deckungsbeitrag Anlage
- 40 € je Einheit
- Fixkosten Anlage
- 120.000 € pro Jahr
- Ergebnis Anlage
- 40 € × u − 120.000 € − 240.000 € Abschreibung
- Externe Fertigung
- 10 € Deckungsbeitrag je Einheit (angenommen: der Dienstleister verlangt 30 € mehr); vereinfachend angenommen: keine Fixkosten, keine Abschreibung
- Ergebnis extern
- 10 € × u
- Bei 80 % (u = 12.000)
- Anlage 480.000 € − 360.000 € = +120.000 €; extern +120.000 €
- Bei 45 % (u = 6.750)
- Anlage 270.000 € − 360.000 € = −90.000 €; extern +67.500 €
- Gleichstand
- 30 € × u = 360.000 € → u = 12.000 = 80 %
Vereinfachter jährlicher Ergebnisvergleich, keine vollständige Investitionsrechnung. Nicht berücksichtigt: Steuern, Zinsen und Finanzierung, Liquidität und Kapitalbindung, interne Restkosten, Kapazitätsgrenzen sowie Qualitäts- und Lieferrisiken der externen Fertigung. In einer echten Prüfung können je nach Fragestellung und vereinbartem Umfang auch Liquidität und Kapitalbindung betrachtet werden.
Weiteres Beispiel: Lager selbst betreiben oder Dienstleister nutzen
Fiktives Beispiel. Vertrieb rechnet mit 80.000 Paletten pro Jahr, Finance mit 45.000. Bei 80.000 spart der Eigenbetrieb 100.000 €, bei 45.000 kostet er 75.000 € mehr, die Schwelle liegt bei 60.000.
- Dienstleister
- 9,50 € je Palette
- Eigenbetrieb
- 4,50 € je Palette + 300.000 € Fixkosten pro Jahr
- Vorteil Eigenbetrieb
- 5 € × Paletten − 300.000 €
- Bei 80.000 Paletten
- 400.000 € − 300.000 € = +100.000 €
- Bei 45.000 Paletten
- 225.000 € − 300.000 € = −75.000 €
- Grenze
- 300.000 € ÷ 5 € = 60.000 Paletten
Vereinfachte Beispielrechnung mit angenommenen Zahlen, ohne Steuern und Zinsen. Kein Kundenprojekt.
Vom Erstgespräch bis zur Besprechung der Ergebnisse
- 01
Erstgespräch
Sie schildern mir Ihre Entscheidung, wir lernen uns kennen und klären gemeinsam die Fragestellung. Dabei zeigt sich, ob und in welcher Form eine Zusammenarbeit sinnvoll ist, und ich sage Ihnen offen, ob eine Entscheidungsprüfung dafür das Richtige ist.
- 02
Auftragsklärung
In einem zweiten Gespräch klären wir die Fragestellung genauer: Umfang, benötigte Unterlagen und Zusammenarbeit. Danach erhalten Sie ein konkretes Angebot.
- 03
Prüfung
Nach Ihrer Beauftragung beginnt die eigentliche Arbeit. Ich ordne Ihre Unterlagen, trenne Belegtes von Angenommenem, vergleiche die Alternativen, teste, wie empfindlich das Ergebnis auf abweichende Annahmen reagiert, und dokumentiere alles nachvollziehbar.
- 04
Ergebnis und Besprechung
Sie erhalten die schriftliche Entscheidungsgrundlage, und wir besprechen sie persönlich. Danach entscheiden Sie.
Der Rahmen der Prüfung
Ihre Entscheidung
Sie bleibt bei Ihnen. Die Prüfung liefert die Grundlage dafür und ersetzt nicht Ihr unternehmerisches Urteil.
Informationsbasis
Sie beruht auf den Informationen, die Sie mir zur Verfügung stellen, und zeigt, was sich daraus wirtschaftlich ableiten lässt. Prognosen und Erfolgsgarantien gehören nicht dazu.
Umfang
Umfang und Tiefe sind vorab vereinbart. Eine spätere Überprüfung der Entscheidung oder eine laufende Begleitung lassen sich bei Bedarf gesondert vereinbaren.
Andere Fachfragen
Rechtliche, steuerliche und finanzierungsbezogene Fragen klären Sie mit Ihren dafür zuständigen Beratern.
Welche Entscheidung möchten Sie prüfen lassen?
Bringen Sie sie mit in ein kostenloses, unverbindliches Erstgespräch. Wir nehmen uns 30 Minuten Zeit, und ich sage Ihnen ehrlich, ob eine Entscheidungsprüfung dafür das Richtige ist.
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